MITTWOCH, 30. JUNI 2021

Kammermusik mit Gesang

Nur wer die Sehnsucht kennt

Leonore von Falkenhausen, Sopran
Minguet Quartett

Beethovens anfängliches Zögern, Quartette zu komponieren, war Zeichen seines tiefen Respekts, galt doch sein Lehrer Joseph Haydn seinerzeit als Meister dieser Gattung. Mit den Sechs Quartetten op. 18 trat Beethoven allerdings mit einem Paukenschlag aus den Fußstapfen seines Lehrers heraus, denn diese Werke sind zwar noch im Wiener Stil komponiert, brechen aber auch schon mit den damaligen Traditionen.

Zu Beginn des heutigen Konzertes erklingt das Quartett op. 18 Nr. 2. Danach singt die Sopranistin und Festivalleiterin Leonore von Falkenhausen die von Aribert Reimann meisterhaft für Streichquartett und Sopran transkribierten Mignon-Lieder von Franz Schubert. Nach der Pause folgt mit dem Streichquartett op. 131 eine Komposition des Beethovenschen Spätwerks. Kaum war sie im Druck erschienen, löste sie schon die heftigsten ästhetischen Kontroversen aus. Ein Kritiker bezeichnete sie sogar als „die letzte Leistung einer Einbildungskraft im Delirium!“ Hören Sie selbst, wie wunderbar und ergreifend das klingt.

Mit dem Minguet Quartett konnten wir eines der international erfolgreichsten Streichquartette verpflichten, dessen intelligente Interpretation und unbändige Ausdrucksfreude regelmäßig für Begeisterungsstürme sorgen.


Karten 32 / 27 / 22 € • 24 / 20 / 14 € (ermäßigt)

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